Corporate Design Manual und Styleguide: Was gehört hinein

Das Corporate Design spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung einer starken und einprägsamen Markenidentität. Durch durchdachte Gestaltung und Umsetzung können Unternehmen das Vertrauen und die Loyalität ihrer Zielgruppe stärken und sich erfolgreich in einem wettbewerbsintensiven Markt positionieren.

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Drucksachen eines Corporate Designs auf dunklem Untergrund.

Corporate Design ist das einheitliche visuelle System, mit dem sich eine Organisation präsentiert: Logo, Farben, Typografie, Bildsprache und Layout. Ein Corporate-Design-Manual ist das Dokument, das diese Regeln festhält, damit sie auch gelten, wenn andere Personen, Agenturen oder Werkzeuge für dich produzieren. Dieser Leitfaden zeigt, was in ein solches Manual gehört, wie es sich von Styleguide und Design System unterscheidet, was die Arbeit in der Schweiz kostet und wie du ein System baust, das hält. Er ist ein Leitfaden und kein Pitch: Wenn du einen Partner für den Aufbau suchst, findest du ihn bei unserer Corporate Design Agentur.

Was ist Corporate Design, und wie unterscheidet es sich von Corporate Identity?

Corporate Design ist der sichtbare Teil einer Marke. Es umfasst das Logo und seine Varianten, eine definierte Farbpalette, Typografie, Bildsprache, Ikonografie und Layoutregeln. Jedes Element ist für sich klein, zusammen lassen sie dich erkennen, bevor jemand ein Wort gelesen hat. Der Effekt addiert sich über Website, Social Media, Print, Verpackung und Beschilderung, und der Schaden ebenso, wenn jedes Dokument ein wenig anders aussieht.

Corporate Design zeigt sich überall dort, wo deine Organisation auf Menschen trifft, und diese Liste ist länger, als die meisten Manuals zugeben:

  • Digital: Website, App, Newsletter, Social-Media-Profile, Werbemittel und Präsentationen.

  • Print: Geschäftsausstattung, Broschüren, Berichte, Verpackungen und Etiketten.

  • Physisch: Beschilderung, Fahrzeuge, Arbeitskleidung und Messestände.

  • Kleine Dokumente, die täglich gesehen werden: E-Mail-Signaturen, Rechnungen und Folienvorlagen.

Die Begriffe drumherum werden oft vermischt, liegen aber auf verschiedenen Ebenen. Branding ist der strategische Prozess, der prägt, wie Menschen das Unternehmen wahrnehmen. Corporate Identity ist die ganze Persönlichkeit einer Organisation: wie sie sich verhält, kommuniziert und aussieht. Corporate Design ist die visuelle Teilmenge dieser Identität. Kurz gesagt: Branding ist die Strategie, Corporate Identity die Persönlichkeit, Corporate Design das Gesicht.

Die Reihenfolge zählt. Gestaltungsentscheide ohne Identität dahinter sehen oft attraktiv aus und sagen nichts, während eine klare Identität jeder Farbe und jeder Schrift einen Grund gibt. Für die strategische Ebene lies unseren Leitfaden zu Brand Design.

Was unterscheidet Manual, Styleguide und Design System?

Die Begriffe werden locker verwendet, und die Verwirrung kostet in Briefings Zeit. Ein Corporate-Design-Manual, auch Brand Guidelines genannt, ist das Regelwerk für die visuelle Identität: Es hält fest, wie Logo, Farben, Typografie und Bildsprache eingesetzt werden, und zeigt richtige und falsche Anwendungen. Ein Styleguide dokumentiert die visuellen und redaktionellen Standards an einem Ort. Ein Design System geht weiter. Therese Fessenden, Senior Experience Specialist bei der Nielsen Norman Group, definiert es als ein vollständiges Set an Standards, um Design im grossen Massstab mit wiederverwendbaren Komponenten und Mustern zu steuern. Styleguides zählt sie als einen Teil davon, neben Komponenten- und Pattern-Bibliotheken.

Die drei im Vergleich:

  • Corporate-Design-Manual: Regeln und Beispiele für die ganze visuelle Identität, über Print, Web, Beschilderung und Social Media hinweg.

  • Styleguide: die dokumentierten visuellen und redaktionellen Konventionen für einen Kanal oder ein Produkt.

  • Design System: wiederverwendbare Komponenten und Muster, dazu die Menschen, die sie pflegen, gebaut für digitale Produkte im grossen Massstab.

Unsere Faustregel: Ein Schweizer KMU braucht zuerst das Manual. Ein Design System lohnt sich, sobald mehrere Personen laufend Oberflächen oder Vorlagen liefern, etwa ein Produktteam mit Website, App und Kampagnenseiten. Bis dahin reichen ein klares Manual und gute Vorlagen. Wofür du dich auch entscheidest, benenne eine einzige Quelle der Wahrheit: Das Manual bleibt das Original, und jeder Styleguide oder jedes Design System verweist darauf zurück, damit Farben und Logo-Regeln nie doppelt definiert werden.

Ein Design System ist ein vollständiges Set an Standards, mit dem sich Design im grossen Massstab über wiederverwendbare Komponenten und Muster steuern lässt.

Therese Fessenden, Senior Experience Specialist, Nielsen Norman Group, Design Systems 101, 2021 (Übersetzung)

Was gehört in ein Corporate-Design-Manual?

Ein Manual ist nur dann nützlich, wenn jemand ausserhalb des Designteams damit markenkonformes Material erstellen kann. Das bestimmt den Umfang. Die meisten ausgereiften Manuals decken Folgendes ab:

  • Markengrundlagen: die Werte und die Positionierung, die das Visuelle ausdrückt, in wenigen Zeilen.

  • Logo-System: Varianten, Schutzzone, Mindestgrössen, positive und negative Version, richtige und falsche Anwendung.

  • Farbpalette: exakte Werte für Print und Bildschirm, dazu die freigegebenen Kombinationen.

  • Typografie: Schriften, Hierarchie für Titel, Fliesstext und Bildlegenden und die Lizenzen, die du besitzt.

  • Bildsprache und Fotografie: Look, Stimmung, Ausschnitte und heute auch Regeln für KI-generierte Bilder.

  • Icons und grafische Elemente: Stil, Raster und Einsatz.

  • Layout und Raster: Abstände und Komposition für die Formate, die du tatsächlich nutzt.

  • Anwendungen: Beispiele für Web, Social Media, Print, Beschilderung und Präsentationen.

  • Verantwortung: wer das Manual besitzt, wer Ausnahmen freigibt und welche Version gilt.

Auch KI-generierte Bilder brauchen Regeln im Manual. Lege fest, welche Werkzeuge und Referenzbibliotheken freigegeben sind, wer den Output vor der Veröffentlichung prüft und wann eine Offenlegung gilt. Den rechtlichen Teil behandelt unser Leitfaden zu KI-Bildern und Recht in der Schweiz.

Eine reale Referenz ist das Corporate-Design-Manual der Bundesverwaltung. Die Version 9.0 vom Juni 2026 ist nach Anwendung gegliedert: Grundlagen wie Logo, Farbgebung und Schutzzone, dann Korrespondenz, Visitenkarten, Publikationen, Beschilderung, Internet und Präsentationen, und sie beginnt mit einer Änderungsübersicht gegenüber der Vorversion. Wenige Unternehmen brauchen diese Tiefe, aber die Logik lässt sich übertragen: Regeln nach Anwendung, dazu eine Versionsgeschichte.

Bei der Farbe lohnt sich ein technischer Check, bevor etwas gedruckt wird. Die Barrierefreiheits-Richtlinien des W3C verlangen für normalen Text ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 und für grossen Text von mindestens 3:1, wobei gross 18 Punkt oder 14 Punkt fett bedeutet (WCAG 2.2, Erfolgskriterium 1.4.3). Lege freigegebene Text-Hintergrund-Paare im Manual fest, statt die Prüfung der Person zu überlassen, die die nächste Seite baut. Logos sind ausgenommen: Text, der Teil eines Logos oder Markennamens ist, unterliegt keiner Kontrastanforderung.

Halte es kurz, visuell und entschieden. Ein Manual, das niemand öffnet, schützt nichts.

Was kostet ein Corporate Design in der Schweiz?

Die Kosten hängen vom Umfang ab, davon, wer die Arbeit macht, und davon, wie viele Anwendungen das System abdecken muss. Für Corporate-Design-Projekte in der Schweiz gibt es keinen belastbaren öffentlichen Preisvergleich, deshalb nennen wir keine Spanne als Tatsache. Vorhanden sind Daten zu Stundensätzen. Die Lohn- und Honorarstudie 2025 der Swiss Design Association, durchgeführt vom Zurich Centre for Creative Economies, ermittelte bei den befragten Designer:innen einen Median-Stundensatz von CHF 135 bei Männern und CHF 120 bei Frauen (Swiss Design Association, 2025). Lies das mit Vorsicht: Die Erhebung umfasst 560 Designer:innen und 774 Jobs, erhoben von Mai bis Juli 2025, sie ist keine Zufallsstichprobe und beschreibt einzelne Designer:innen, nicht Agenturtarife.

Damit kannst du schätzen statt raten. Lass dir die Arbeit nach Phasen aufschlüsseln (Discovery, Strategie, Design System, Manual, Rollout), dazu die Stunden und den Stundensatz hinter jeder Phase, und vergleiche Offerten auf dieser Basis. Unserer Erfahrung nach variieren die strategische Arbeit zu Beginn und die Zahl der gestalteten Anwendungen stärker als das Logo selbst.

Plane die rechtliche Seite separat ein. Die Hinterlegung einer Marke beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum kostet CHF 450 für bis zu drei Klassen, mit einem e-Rabatt von CHF 100. Der Schutz gilt zehn Jahre, die Verlängerung kostet CHF 550 (IGE-Gebührenseite, Stand 1. Juli 2024; prüfe die aktuellen Gebühren vor der Anmeldung). Zum rechtlichen Hintergrund siehe unsere Übersicht zum geistigen Eigentum in der Schweiz.

Wenn du Offerten vergleichst, prüfe die Lieferumfänge so genau wie den Preis: Logo-Masterdateien in Vektorformaten, Farbwerte für Print und Bildschirm, Schriftlizenzen, Vorlagen für die Formate, die du täglich nutzt, das Manual in bearbeitbarer Form und eine Übergabe an dein Team. Achte darauf, dass nichts davon fehlt, denn jedes Element kostet später Geld, wenn es nicht in der Offerte steht.

Die Lebensdauer zählt mehr als der Preis auf dem Deckblatt. Ein System, das viele Jahre im Einsatz bleibt, kostet pro Jahr weniger als ein billiges, das früh ersetzt werden muss.

Wie baust du ein Corporate Design, das hält?

Ein langlebiges Corporate Design folgt einer Abfolge, statt beim Logo zu starten: Discovery (Positionierung, Zielgruppe, Wettbewerb), Strategie (wofür die Marke steht), Design (das visuelle System, getestet in echten Kontexten), Dokumentation (das Manual) und Rollout (das System überall anwenden, mit Vorlagen). Plane den Rollout vor dem Launch: Vorlagen, eine Asset-Bibliothek und ein kurzes Briefing für alle, die das System anwenden werden.

Drei Dinge entscheiden, ob es hält:

  • Konsistenz: Ein gutes System, das überall genutzt wird, schlägt ein brillantes, das nur gelegentlich zum Einsatz kommt. Vorlagen für die Formate, die dein Team täglich braucht, bringen mehr als ein längeres Manual.

  • Zurückhaltung: Zeitlose Systeme entwickeln sich schrittweise. Reserviere einen vollständigen Rebrand für eine echte Veränderung in Strategie, Zielgruppe oder Positionierung.

  • Pflege: Ein Manual ist ein lebendes Dokument. Das oben erwähnte Bundes-Manual steht auf Version 9.0 und hält fest, was sich seit Version 8.1 geändert hat, von einer fünften Hierarchiestufe für Organisationseinheiten bis zu neuen Webregeln, und es nennt den 31. Juli 2027 als Termin, bis zu dem die ganze Verwaltung im erneuerten Webauftritt erscheinen muss.

Unserer Erfahrung nach wiederholen sich vier Fehler:

  • Mit dem Logo starten, bevor die Positionierung klar ist.

  • Ein Manual ohne Vorlagen liefern, sodass niemand es anwendet.

  • Ausnahmen von Fall zu Fall freigeben, ohne sie festzuhalten, wodurch das Manual schnell veraltet.

  • Den Launch als Ende behandeln, ohne dass danach jemand für das System verantwortlich ist.

Sobald das System steht, ist die nächste Frage, es in grosser Menge anzuwenden. Ein Manual mit echten Asset-Bibliotheken und Freigaberegeln ist auch die Voraussetzung dafür, dass Teams mit AI Content Creation markenkonform produzieren, statt abzudriften. Wie das im Schweizer Markt aussieht, liest du in unserem Leitfaden zu Marketing in der Schweiz, und für die tiefere Identitätsarbeit in unserem Beitrag zum Aufbau einer zeitlosen Marke.

Du willst ein Corporate Design, das in der Schweiz trägt?

Collective Agency baut Corporate-Design-Systeme, die konsistent bleiben und sich leicht anwenden lassen, mit einem Manual, das wirklich genutzt wird. Nimm Kontakt mit unserem Team auf für ein unverbindliches Gespräch über deine visuelle Identität.

Text, der Teil eines Logos oder Markennamens ist, unterliegt keiner Kontrastanforderung.

W3C, WCAG 2.2, Understanding Success Criterion 1.4.3: Contrast (Minimum) (Übersetzung)

Zusammenfassung

Dieser Leitfaden erklärt, was Corporate Design ist und was in ein Corporate-Design-Manual gehört. Er grenzt das Manual anhand der Definition der Nielsen Norman Group von Styleguide und Design System ab und listet die Abschnitte, die ein praxistaugliches Manual braucht, vom Logo-System bis zur Verantwortung. Dazu kommen ein Farbkontrast-Check nach WCAG, das Bundes-Manual als Praxisbeispiel und eine belegte Grundlage für die Kostenschätzung: die Stundensatz-Daten der Swiss Design Association von 2025 und die Gebühren für die Markenanmeldung. Die Kernaussage: Konsistenz, Zurückhaltung und Pflege machen ein Corporate Design langlebig.

FAQ

Title

Was ist Corporate Design?

Corporate Design ist das einheitliche visuelle System, das eine Organisation über alle Kontaktpunkte nutzt: Logo, Farben, Typografie, Bildsprache und Layout. Es ist der sichtbare Teil der Corporate Identity und macht ein Unternehmen erkennbar, bevor jemand ein Wort liest. Ein Corporate-Design-Manual hält die Regeln fest, damit andere sie richtig anwenden.

Was ist der Unterschied zwischen Corporate Design und Corporate Identity?

Corporate Identity ist die ganze Persönlichkeit einer Organisation: wie sie sich verhält, kommuniziert und aussieht. Corporate Design ist ihr visueller Teil, das Gesicht. Branding ist der strategische Prozess, der prägt, wie Menschen das Unternehmen wahrnehmen. Design ohne Identität dahinter sieht oft attraktiv aus, sagt aber wenig.

Was gehört in ein Corporate-Design-Manual?

Ein praxistaugliches Manual deckt Markengrundlagen, Logo-System, Farbpalette, Typografie, Bildsprache, Icons, Layout und Raster, konkrete Anwendungen und Verantwortlichkeiten ab. Ziel ist ein kurzes, visuelles Dokument, mit dem jemand ausserhalb des Designteams markenkonformes Material erstellt, ohne jedes Detail freigeben zu lassen. Es soll auch ohne Rückfrage verständlich sein.

Was ist der Unterschied zwischen Manual, Styleguide und Design System?

Ein Manual legt die Regeln für die ganze visuelle Identität fest. Ein Styleguide dokumentiert visuelle und redaktionelle Standards an einem Ort. Ein Design System ergänzt wiederverwendbare Komponenten, Muster und die Menschen, die sie pflegen. Die Nielsen Norman Group zählt Styleguides als einen Teil des Design Systems, deshalb starten die meisten KMU mit dem Manual.

Was kostet ein Corporate Design in der Schweiz?

Für ganze Projekte gibt es keinen belastbaren öffentlichen Vergleich. Die Studie der Swiss Design Association von 2025 nennt unter 560 befragten Designer:innen einen Median-Stundensatz von CHF 135 bei Männern und CHF 120 bei Frauen, aus einer Stichprobe ohne Zufallsauswahl. Vergleiche Offerten nach Phase, Stunden und Stundensatz statt nach dem Gesamtpreis.

Wie lange dauert die Entwicklung eines Corporate Designs?

Das hängt vom Umfang ab und davon, wie schnell Entscheide fallen. Die Phasen sind Discovery, Strategie, Design, Dokumentation und Rollout, und unserer Erfahrung nach dauern Strategie und Freigaben länger als das Zeichnen. Lass dir in der Offerte einen Zeitplan pro Phase geben und plane Vorlagen und Assets vor dem Launch, nicht danach.

Muss ich mein Logo als Marke eintragen?

Ob du ein Logo als Marke einträgst, ist eine rechtliche Frage, die von deinen Märkten und den betroffenen Waren oder Dienstleistungen abhängt, hol dir deshalb vorab Rat. Zur Orientierung: Die Hinterlegung einer Schweizer Marke beim IGE kostet CHF 450 für bis zu drei Klassen, der Schutz gilt zehn Jahre, die Verlängerung kostet CHF 550 (Stand 1. Juli 2024).

Welchen Farbkontrast muss ein Corporate Design einhalten?

Für Text auf Bildschirmen verlangt WCAG 2.2 ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 bei normalem Text und 3:1 bei grossem Text, also 18 Punkt oder 14 Punkt fett. Text, der Teil eines Logos ist, ist ausgenommen. Lege freigegebene Text-Hintergrund-Paare im Manual fest, damit alle, die Seiten bauen, mit konformen Kombinationen starten.

Braucht ein kleines Unternehmen ein Corporate-Design-Manual?

Ja, in kurzer Form. Sobald mehr als eine Person Material erstellt, verhindert ein einseitiges Regelwerk für Logo, Farben, Schriften und zwei, drei Vorlagen das Abdriften. Es braucht nicht die Tiefe des Bundes-Manuals, das über 15 Kapitel nach Anwendung gegliedert ist.

Wie oft sollte ein Corporate-Design-Manual aktualisiert werden?

Immer dann, wenn sich Regeln ändern oder neue Anwendungen dazukommen, nicht nach festem Kalender. Versioniere das Manual und führe eine Änderungsübersicht. Das Bundes-Manual zeigt es vor: Die Version 9.0 vom Juni 2026 listet jede Änderung seit Version 8.1. Halte die visuelle Identität selbst stabil und aktualisiere die Dokumentation drumherum.

Was ist Corporate Design?

Corporate Design ist das einheitliche visuelle System, das eine Organisation über alle Kontaktpunkte nutzt: Logo, Farben, Typografie, Bildsprache und Layout. Es ist der sichtbare Teil der Corporate Identity und macht ein Unternehmen erkennbar, bevor jemand ein Wort liest. Ein Corporate-Design-Manual hält die Regeln fest, damit andere sie richtig anwenden.

Was ist der Unterschied zwischen Corporate Design und Corporate Identity?

Corporate Identity ist die ganze Persönlichkeit einer Organisation: wie sie sich verhält, kommuniziert und aussieht. Corporate Design ist ihr visueller Teil, das Gesicht. Branding ist der strategische Prozess, der prägt, wie Menschen das Unternehmen wahrnehmen. Design ohne Identität dahinter sieht oft attraktiv aus, sagt aber wenig.

Was gehört in ein Corporate-Design-Manual?

Ein praxistaugliches Manual deckt Markengrundlagen, Logo-System, Farbpalette, Typografie, Bildsprache, Icons, Layout und Raster, konkrete Anwendungen und Verantwortlichkeiten ab. Ziel ist ein kurzes, visuelles Dokument, mit dem jemand ausserhalb des Designteams markenkonformes Material erstellt, ohne jedes Detail freigeben zu lassen. Es soll auch ohne Rückfrage verständlich sein.

Was ist der Unterschied zwischen Manual, Styleguide und Design System?

Ein Manual legt die Regeln für die ganze visuelle Identität fest. Ein Styleguide dokumentiert visuelle und redaktionelle Standards an einem Ort. Ein Design System ergänzt wiederverwendbare Komponenten, Muster und die Menschen, die sie pflegen. Die Nielsen Norman Group zählt Styleguides als einen Teil des Design Systems, deshalb starten die meisten KMU mit dem Manual.

Was kostet ein Corporate Design in der Schweiz?

Für ganze Projekte gibt es keinen belastbaren öffentlichen Vergleich. Die Studie der Swiss Design Association von 2025 nennt unter 560 befragten Designer:innen einen Median-Stundensatz von CHF 135 bei Männern und CHF 120 bei Frauen, aus einer Stichprobe ohne Zufallsauswahl. Vergleiche Offerten nach Phase, Stunden und Stundensatz statt nach dem Gesamtpreis.

Muss ich mein Logo als Marke eintragen?

Ob du ein Logo als Marke einträgst, ist eine rechtliche Frage, die von deinen Märkten und den betroffenen Waren oder Dienstleistungen abhängt, hol dir deshalb vorab Rat. Zur Orientierung: Die Hinterlegung einer Schweizer Marke beim IGE kostet CHF 450 für bis zu drei Klassen, der Schutz gilt zehn Jahre, die Verlängerung kostet CHF 550 (Stand 1. Juli 2024).

Welchen Farbkontrast muss ein Corporate Design einhalten?

Für Text auf Bildschirmen verlangt WCAG 2.2 ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 bei normalem Text und 3:1 bei grossem Text, also 18 Punkt oder 14 Punkt fett. Text, der Teil eines Logos ist, ist ausgenommen. Lege freigegebene Text-Hintergrund-Paare im Manual fest, damit alle, die Seiten bauen, mit konformen Kombinationen starten.

Braucht ein kleines Unternehmen ein Corporate-Design-Manual?

Ja, in kurzer Form. Sobald mehr als eine Person Material erstellt, verhindert ein einseitiges Regelwerk für Logo, Farben, Schriften und zwei, drei Vorlagen das Abdriften. Es braucht nicht die Tiefe des Bundes-Manuals, das über 15 Kapitel nach Anwendung gegliedert ist.

Wie oft sollte ein Corporate-Design-Manual aktualisiert werden?

Immer dann, wenn sich Regeln ändern oder neue Anwendungen dazukommen, nicht nach festem Kalender. Versioniere das Manual und führe eine Änderungsübersicht. Das Bundes-Manual zeigt es vor: Die Version 9.0 vom Juni 2026 listet jede Änderung seit Version 8.1. Halte die visuelle Identität selbst stabil und aktualisiere die Dokumentation drumherum.

Was ist Corporate Design?

Corporate Design ist das einheitliche visuelle System, das eine Organisation über alle Kontaktpunkte nutzt: Logo, Farben, Typografie, Bildsprache und Layout. Es ist der sichtbare Teil der Corporate Identity und macht ein Unternehmen erkennbar, bevor jemand ein Wort liest. Ein Corporate-Design-Manual hält die Regeln fest, damit andere sie richtig anwenden.

Was ist der Unterschied zwischen Corporate Design und Corporate Identity?

Corporate Identity ist die ganze Persönlichkeit einer Organisation: wie sie sich verhält, kommuniziert und aussieht. Corporate Design ist ihr visueller Teil, das Gesicht. Branding ist der strategische Prozess, der prägt, wie Menschen das Unternehmen wahrnehmen. Design ohne Identität dahinter sieht oft attraktiv aus, sagt aber wenig.

Was gehört in ein Corporate-Design-Manual?

Ein praxistaugliches Manual deckt Markengrundlagen, Logo-System, Farbpalette, Typografie, Bildsprache, Icons, Layout und Raster, konkrete Anwendungen und Verantwortlichkeiten ab. Ziel ist ein kurzes, visuelles Dokument, mit dem jemand ausserhalb des Designteams markenkonformes Material erstellt, ohne jedes Detail freigeben zu lassen. Es soll auch ohne Rückfrage verständlich sein.

Was ist der Unterschied zwischen Manual, Styleguide und Design System?

Ein Manual legt die Regeln für die ganze visuelle Identität fest. Ein Styleguide dokumentiert visuelle und redaktionelle Standards an einem Ort. Ein Design System ergänzt wiederverwendbare Komponenten, Muster und die Menschen, die sie pflegen. Die Nielsen Norman Group zählt Styleguides als einen Teil des Design Systems, deshalb starten die meisten KMU mit dem Manual.

Was kostet ein Corporate Design in der Schweiz?

Für ganze Projekte gibt es keinen belastbaren öffentlichen Vergleich. Die Studie der Swiss Design Association von 2025 nennt unter 560 befragten Designer:innen einen Median-Stundensatz von CHF 135 bei Männern und CHF 120 bei Frauen, aus einer Stichprobe ohne Zufallsauswahl. Vergleiche Offerten nach Phase, Stunden und Stundensatz statt nach dem Gesamtpreis.

Muss ich mein Logo als Marke eintragen?

Ob du ein Logo als Marke einträgst, ist eine rechtliche Frage, die von deinen Märkten und den betroffenen Waren oder Dienstleistungen abhängt, hol dir deshalb vorab Rat. Zur Orientierung: Die Hinterlegung einer Schweizer Marke beim IGE kostet CHF 450 für bis zu drei Klassen, der Schutz gilt zehn Jahre, die Verlängerung kostet CHF 550 (Stand 1. Juli 2024).

Welchen Farbkontrast muss ein Corporate Design einhalten?

Für Text auf Bildschirmen verlangt WCAG 2.2 ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 bei normalem Text und 3:1 bei grossem Text, also 18 Punkt oder 14 Punkt fett. Text, der Teil eines Logos ist, ist ausgenommen. Lege freigegebene Text-Hintergrund-Paare im Manual fest, damit alle, die Seiten bauen, mit konformen Kombinationen starten.

Braucht ein kleines Unternehmen ein Corporate-Design-Manual?

Ja, in kurzer Form. Sobald mehr als eine Person Material erstellt, verhindert ein einseitiges Regelwerk für Logo, Farben, Schriften und zwei, drei Vorlagen das Abdriften. Es braucht nicht die Tiefe des Bundes-Manuals, das über 15 Kapitel nach Anwendung gegliedert ist.

Wie oft sollte ein Corporate-Design-Manual aktualisiert werden?

Immer dann, wenn sich Regeln ändern oder neue Anwendungen dazukommen, nicht nach festem Kalender. Versioniere das Manual und führe eine Änderungsübersicht. Das Bundes-Manual zeigt es vor: Die Version 9.0 vom Juni 2026 listet jede Änderung seit Version 8.1. Halte die visuelle Identität selbst stabil und aktualisiere die Dokumentation drumherum.

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